Mineralien - Fossilien - Natur

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Sankt Josef, Stmk:

Durch den steirischen Erdwissenschaftler Franz B. wurde in den letzten Jahren die Umgebung von Sankt Josef im Bezirk Deutschlandsberg akribisch begangen und die zahlreichen Ergebnisse  auf seiner Homepage (Die steirische Geoseite) veröffentlicht. In weiterer Folge erschienen in der Zeitschrift "Der Steirische Mineralog" im Jahr 2016 und 2017 ausführliche Artikel zu einzelnen Fundgebieten.

Es handelt sich bei allen Fundpunkten um meist Kleinräumige Geländeaufschlüsse in Gräben oder an Böschungen. Die Fundsituation ändert sich daher durch Verrutschung oder Verschüttung der Schichten durch Sammlertätigkeit relativ schnell.

Einige Fundpunkte wurden in den letzten Jahren von uns im Gelände aufgesucht und teilweise umfangreiches Material geborgen. Beim Erstbesuch im Jahr 2017 wurden wir durch Sammlerfreund Gernot W. zu zwei Fundbereichen geführt. Es überwiegen an allen Fundpunkten diverse Muschel und Schneckenreste. Die bisher von uns besuchten Fundpunkte sind unten stehend getrennt dargestellt.

Sankt Josef - 2019 - © M.u. B.Sabor (CC BY-NC-SA 4.0)
Sankt Josef - 2019 - © M.u. B.Sabor (CC BY-NC-SA 4.0)


Fuggaberg 3:

Bei der Fundstelle handelt es sich um einen kleinen Graben mitten im Wald. Eine kuriose Besonderheit stellt der Haifischzahn dar. Wir haben vor unserem Besuch dieses Fundpunktes von unserem langjährigen Sammlerfreund Gernot W. eine von Ihm aufgesammelte Probenauswahl von Muscheln und Schnecken in Gesteinsmatrix von dort erhalten. Beim Auflösen der Matrixabfallstücke ist plötzlich der Haifischzahn im Sieb vorhanden gewesen. Beim Aufsammeln vor Ort konnten auch die Reste eines Seeigels aufgefunden werden. Auch die winzigen Schnecken der Gattung Vitta mit prächtiger Farberhaltung wurden erst später aus mitgenommenen Material ausgeschlämmt. Solche Winzigkeiten sind im verschmutzten Zustand im Gelände im Normalfall nicht sichtbar.

Alter : Miozän, Badenium, Floriani Schichten,  ca. 15 Millionen Jahre

Besuch: 2017



Fuggaberg 6:

Ein kleiner Aufschluss neben einem Graben im Wald. Beim Besuch 2019 konnten zahlreiche Schnecken, vor allem Terebralia bidentata, an der Oberfläche liegend, vorgefunden werden. Als Besonderheit konnte ein Exemplar eines sehr gut erhaltenen Seeigels gefunden werden.

Alter : Miozän, Badenium, Floriani Schichten,  ca. 15 Millionen Jahre

Besuch: 2019



Höllerkogel 4:

Bei diesem Fundpunkt handelt es sich um einen sehr steilen Hang, der auch entsprechend mühsam und vorsichtig begangen werden muss. In diesem Bereich sind mehrere kleine Aufschlüsse durch umgestürzte und entwurzelte Bäume entstanden. In einem dieser Wurzeltelleraufschlüsse konnte in einer sehr schmalen Gesteinsschicht eine kleinere Anzahl an Seeigeln geborgen werden.

Alter : Miozän, Badenium, Floriani Schichten,  ca. 15 Millionen Jahre

Besuch: 2018 & 2019




Bramberg 1:

Es handelt sich um zwei Fundpunkte in unmittelbarer Nähe, die aber vom Aussehen der Gesteinsmatrix völlig unterschiedlich sind. Ein Fundpunkt, der aber nicht wirklich ideal besammelbar ist, befindet sich in einer Felswand. Der zweite Fundpunkt befindet sich in einer Böschung. Am zweiten Fundpunkt sind teilweise Linga columbella Muscheln, auch in Doppelklappiger Erhaltung, häufig auffindbar.

Alter : Miozän, Badenium, Floriani Schichten,  ca. 15 Millionen Jahre

Besuch: 2017 & 2018 & 2019



Wetzelsdorfer Berg:

Es handelt sich hier auch um zwei sehr nahe liegenden Fundpunkte in einem stark verwachsenen Graben. Der obere, etwas größere Fundpunkt ist ein Böschungsanriss. Dieser Fundpunkt hat im Jahr 2017 ein große Artenvielfalt an Muscheln und vor allem Schnecken geliefert, die an der Oberfläche herausgewittert gelegen sind. Beim Besuch im Jahr 2018 war der Fundbereich stark mit Material überlagert. Der zweite Fundpunkt ist ein sehr kleiner Wurzeltelleraufschluss, der aber schon im Jahr 2017 relativ stark verwachsen war.

Alter : Miozän, Badenium, Floriani Schichten,  ca. 15 Millionen Jahre

Besuch: 2017 & 2018