Mineralien - Fossilien - Natur

Lerne die Schönheit und Vielfalt der Natur kennen und dadurch auch schätzen!

Karbon Fundstellen in Kärnten:

Vor allem in den Karnischen Alpen und um Bleiberg/Nötsch sind an verschiedenen Stellen Fundschichten aus dem Karbon aufgeschlossen und bekannt. Neben den bekannten Pflanzenfossilien gibt es aber auch zahlreiche Funde von tierischen Fossilien. Besonders schön sind Crinoiden in verschiedensten Ausbildungen, diverse Brachiopoden und als Besonderheit an einigen Fundstellen Trilobiten. Die österreichischen Trilobiten können natürlich von der Größe und der Qualität nicht mit den bekannten internationalen Stücken mithalten, sind aber dafür Besonderheiten in jeder Fossiliensammlung. Ganze Trilobiten sind sehr rare Einzelfunde, häufiger sind die Pygidium (Schwanzschilder) aufzufinden.

Viel aktuelle populärwissenschaftliche Literatur zu diesen Schichten und Fundpunkten abseits der Flora gibt es leider nicht. Um so wertvoller ist ein im Jahr 2019 erschienener umfangreicher Artikel in der Zeitschrift der Steirische Mineralog, der Vereinszeitschrift der Steirischen Mineralien-und Fossiliensammler der diese Schichten mit umfangreichen Bildmaterial darstellt.


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Bitte besuchen Sie diese Seite bald wieder, weiteres Bildmaterial wird noch eingefügt. Vielen Dank für ihr Interesse!


Bereich Bleiberg - Nötsch, Kärnten:

Im Bereich Bleiberg - Nötsch sind an mehreren Geländestellen Karbon Aufschlüsse seit langem bekannt. Vor allem die Brachiopoden und die Trilobiten aus diesen Schichten sind bei Sammlern gesuchte Stücke.

Selten sind auch Pflanzenfossilien unter den Fundstücken.

Beim Sammeln sind die Bestimmungen des Kärntner Naturschutzgesetzes einzuhalten!

Hermsberg

Die seit langem bekannte Fundstelle in der Straßenböschung nach Hermsberg in der Nähe von Bleiberg/Nötsch wurde im Herbst 2008 durch eine Straßenverbreiterung kurzfristig groß aufgeschlossen. Nach dem Hinweis von einem Villacher Sammlerfreund wurde am 13.09.2008 gemeinsam der Fundort aufgesucht. Im zum Abtransport vorbereiteten Abraummaterial konnten hervorragende Brachiopodenstufen aufgesammelt werden. Nach dem Abschluss der Straßenbau Arbeiten sind die Fundmöglichkeiten dort komplett erloschen, da der Hang mit Spritzbeton und Drahtgittern gesichert wurde.

Letzter Besuch : 2008, Kurzbesuch 2010
Alter : Karbon, ca. 300 Millionen Jahre alt

Erloschen, historischer Fundpunkt!



Karnische Alpen, Kärnten:

An verschiedenen Punkten sind seit langem Fossilvorkommen bekannt. Die Zugangswege sind oft lang und mühsam, führen aber durch herrliche Landschaften. Teilweise kann aber auf Almstraßen mit geeigneten Fahrzeugen zumindest teilweise zugefahren werden. Viele Punkte sind durch sogenannte Geottrails erschlossen, dementsprechend ist großflächiges Sammeln und Graben nicht mehr erlaubt.

Für historisch Interessierte, man wandert hier oft an der Frontlinie des 1. Weltkrieges. An vielen Stellen sind noch die Mahnmale dieses unvorstellbaren Stellungskrieges zu entdecken.

Die bisher von uns besuchten Fundpunkte sind unten stehend getrennt dargestellt.

Waidegger Alm:

Der Zugang zu der schon lange bekannten Fundstelle (Geotrailpunkt) ist bequem, da ein Großteil der Strecke im Normalfall auf eine geschotterten Almstraße (Öffnungszeiten der Almstraße im Vorfeld klären) mit dem PKW (SUV) zurückgelegt werden kann. Auffahrt von Reisach über die Straningeralm weiter Richtung Waideggeralm. Einige 100 Meter vor der Alm, gleich nach einem Sattel (hier auch Wanderwegabzweigung zum Findenig und Zollnersee) kleine Parkfläche und Geotrail-Wegweiser. Auf kleinem Steig in wenigen Minuten zur großen Halde. Brachiopodenreste sind immer zu finden, Trilobiten sind wesentlich seltener. Entlang der Straße können auch immer wieder Blöcke mit Fossilien gefunden werden. Die ganze Gegend ist stellenweise fossilreich, wie ein Trilobitenreicher Geländeaufschluss in der Nähe des Sattels gezeigt hat. interessant ist auch der Fund einer Seeigelplatte  - Archaeocidaris pizzulana, der ursprünglich als Crinoide angesehen wurde.
Letzter Besuch: 2013
Alter: Karbon, ca. 300 Millionen Jahre alt

Beim Sammeln sind die Bestimmungen des Kärntner Naturschutzgesetzes einzuhalten!

Zollnersee:

Der Zugang zu den verschiedenen Fundstellen (z.T. Geotrailpunkt) kann entweder mit dem Auto (SUV) oder im Zuge einer Wanderung erfolgen. Auffahrt von Reisach über die Straningeralm, weiter Richtung Waideggeralm. Einige 100 Meter vor der Alm, gleich nach einem Sattel Wanderwegabzweigung zum Findenig und Zollnersee. In unmittelbarer Nähe befindet sich hier auch der Fundpunkt Waideggerhöhe. Zu Fuß auf ehemaligem Kriegssteig, am Hang des Findenigs entlang in bequemer Wanderung zum Zollnersee, und dann weiter zur ehem. Dr. Steinwenderhütte (nun Zollnerseehütte). Oder Auffahrt mit dem PKW (SUV) von Weidenburg auf geschotterter Almstraße (allfällige Sperrzeiten beachten), rund 14 km bis zum Parkplatz kurz vor der Zollnerseehütte. Kurz vor dem Parkplatz führt die Straße am Fundpunkt Collendiaul vorbei. Funde von Seelilien, Brachiopoden und bei Collendiaul auch von Trilobiten waren bei den Besuchen möglich.
Letzter Besuch: 2007
Alter: Karbon, Kasimov, ca. 300 Millionen Jahre alt

Beim Sammeln sind die Bestimmungen des Kärntner Naturschutzgesetzes einzuhalten!